Mikromobilität

Die Mikromobilität für den urbanen Raum entlockt den Designer immer neu Modelle.

Auch die Automobilindustrie zeigt ihr Engagement. Davon profitiert der Fahrradmarkt. Bei Skoda handelt es sich um ein elektrisches Zweirad für die Mikromobilität in der Stadt, bei dem die Tretpedale durch eine Art Wipppedal ersetzt wurden. Hierdurch lässt sich Klement, so die Bezeichung des e-Rades, beschleunigen und bremsen.

Multimilliardenmarkt

Der gute alte ÖPNV-Begriff hat ausgedient, denn die Mikromobilität löst den verstaubten ÖPNV ab und entwickelt sich zum Multimilliardenmarkt. Der Weltmarkt soll bis 2030 auf bis zu 500 Milliarden US-Dollar anwachsen. Start-ups haben im Micro-Mobility in kurzer Zeit rund sechs Milliarden US-Dollar an Investorengeldern erhalten. Deren Marktwert übersteigt bereits jetzt die Milliarde.

Als wesentlicher Bestandteil eines Verkehrssystems werden auch Lastenräder gesehen. Etwa 40.000 e-Lastenräder wurden im Jahr 2018 verkauft. Die Cargo-Räder sind die erste Wahl für die Last-Mile-Fortbewegung.

Umsätze, die auch die Autoindustrie anspricht.

In einem Gemeinschaftsprojekt haben die Volkswagen Group Services und die Volkswagen Nutzfahrzeuge das Cargo e-Bike, ein elektrisches Lastenrad, entwickelt, das bis zu 210 KG Gewicht transportieren kann. Mit einem 250 Watt (48 Volt) Mittelmotor erreicht das Gefährt eine Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h.

Einen Schritt weitere geht das von Seat entwickeltes Carsharing-Modell: Minimó. Optisch den den Renault Twizy angelehnt soll es im städtischen Raum mit der Reichweite von max. 100 Kilometer die e-Alternative zum herkömmlichen Carsharing sein. Und wer keine Lust hat selbst zu steuern, bedient sich des Renault EZ-Pod, als autonom fahrendes e-Mobil. Sind mehr Passagiere vorhanden als in ein EZ-Pod passen, können mehrere e-Mobile gekoppelt werden. So macht der “Zug durch die Gemeinde” in Stadtzentren, Parks und Einkaufpassagen, wieder mehr Spaß.

Das dreirädriges e-Automobil I-Road von Toyota soll das Personal Mobility Vehicle (PMV) der Olympischen Spiele 2020 werden und sammelt in zwei Verkehrsprojekten: Toyota Harmonious Mobility Network (Hamo) in Toyota City und unter der Bezeichnung “Cité lib by Ha:mo” in Grenoble bereits jetzt Erfahrungswerte.

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